Die gemütliche Unverschämtheit des Mittelalters
published on 2012-03-06 12:05:20 by Jürgen Buchinger in deutsch.
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Stellen wir neben diese Burgundische Hoffart die gemütliche Unverschämtheit von Rudolf Agricolas Vater, dem Pastor von Baflo, der an dem Tage, da er zum Abt von Selwert gewählt wurde, die Nachricht erhielt, daß ihm von einer Beischläferin ein Sohn geboren worden war. Was sagte er dazu: „Heute bin ich zweimal Vater geworden: möge Gottes Segen darauf ruhen“.
(Johan Huizinga, Herbst des Mittelalters. Studien über Lebens- und Geistesformen des 14. und 15. Jahrhunderts in Frankreich und den Niederlanden. Hg. v. Kurt Köster, Stuttgart 1987, S. 186)

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