"Lejos de Ella"
deutschtravelsaus dem leben...cine
Gestern kam ich hier in Mendoza an und nachdem ich ein Weilchen durch die Stadt gestreift war, bis ich mich mit meinem Gastgeber treffen konnte, tat ich selbiges, quartierte mich bei ihm ein und begleitete ihn zum Alternativkino Cine Universidad, in dessen Administration er fuer Presse und Programmation zustaendig ist und liesz mich von ihm in die Vorstellung einladen.
"Lejos de Ella", so der Titel des, auf dem Buch "A Bear Came Over The Mountain" basierendem Films (OT: "Away From Her", Sarah Polley, Canada, 2006),
zweifels ohne ein authentisches Stueck Qualitaetskino fernab von Hollywood. Mit 39 Preisen ausgezeichnet, darunter ein Golden Globe und drei Toronto Film Critics Association Awards, erzaehlt "Lejos de Ella" von einem alten Ehepaar, einer schwerwiegenden Entscheidung, einer schwierigen Pruefung und einer unheilbaren Krankheit, Alzheimer.
Neben der mit dem Fortschreiten der Krankheit zunehmenden Schwierigkeiten des taeglichen Lebens, der schmerzlichen Entscheidung fuer ein Pflegeheim und der herzzerreisenden Pruefung der Liebe eines Mannes, dessen Frau ihn nicht mehr zu erkennen und vor seinen Augen - unschuldig durch die Krankheit - eine neue Liebe zu finden scheint, neben all dem jedoch zeigt uns Darah Polley auch in aller Deutlickeit, wie langfristig und schwer die Folgen jeder unserer Handlungen sein koennen, als sich die Frau, ihrer kurzzeitigen Erinnerungen immer mehr beraubt, sich immer naeher an den Tag erinnert, als sie vor 20 Jahren von ihrem Mann betrogen wurde.
Sie zeigt aber auch die Chance der Vergebung, die nach so langer Zeit und so tiefem Schmerz teuer erkauft werden muss und der Beweis der Liebe, der zweifelsfrei zu erbringen ist.
Ein nachdenklicher Film. Praedikat: Sehr sehenswert.