Lexikalische Inkongruität
deutschlanguagestudies
Ein Irrtum scheint umzugehen unter den Romanistik Studierenden, es scheint als wäre ihnen die Welt zunächst in Begriffe unterteilt, die dann in jeder einzelnen Sprache erst verschiedenen Wörtern zugeordnet würden. Ein Irrtum, der wohl auch auf der weiten Verbreitung von zweisprachigen Wörterbüchern beruht und darauf dass - zumindest in meiner Generation (Oh weh, dass ich das sagen kann!) - uns unsere Fremdsprachen noch auf Deutsch gelernt wurden.
Nun ist es einerseits zeitaufwendig eine Sprache von null auf ohne Zuhilfenahme einer Metasprache die man schon kann, zu erlernen, und andererseits vor allem bei romanischen Sprachen für uns meist durchaus zulässig Lexeme der Fremdsprache mittels Zuordnungen zu solchen der eigenen zu erlernen.
Gewisse Wortarten sind dabei unproblematischer als andere, vor allem aber bei Präpositionen und Konjunktionen geht das oft nicht. Deshalb versucht man sie in der zu erlernenden Sprache zu erklären und hat damit im Normalfall und ab einem gewissen erreichten Niveau auch meist Erfolg. Warum die Leute trotzdem immer fragen, was das den nun auf Deutsch bedeute, kann nur an ihrem einführend erwähnten platonistischen Weltbild liegen. Oder ihrer Ignoranz.