Reden ist Silber, schreiben ist Gold
published on 2013-05-08 14:41:06 by Jürgen Buchinger in deutsch.
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Die Funktion (als Artikulation der Systemreferenz auf die Gesellschaft) läßt sich kennzeichnen als die laufende Konfrontation (mitunter Destabilisierung) je geltender Realität mit anderen (manchmal alternativen) Versionen eben dieser Realität. Dies geschieht im Medium der Sprache, durch die Produktion von Texten, die sequentielle Ver- und Bearbeitung jener anders-als-Versionen erzwingen. Es kommt also auf die Nichtbeliebigkeit der Ordnung von Reihenfolgen (hinsichtlich des zu stimulierenden Erlebens) an. Die Spezifik der Funktion des Literatursystems, das Spezialproblem, das es im Rahmen der Kunst bedient, findet sich, negativ formuliert, in der Unmöglichkeit, eine divergierende Version der je in Geltung befindlichen Realität in ihren Zusammenhängen unabhängig von Abfolgen zu präsentieren oder zu rezipieren. Positiv formuliert: diese Spezifik leitet sich ab aus und ist nur zu erf...
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Über das Unsagbare im Sagbaren
published on 2013-03-29 23:26:24 by Jürgen Buchinger in deutsch.
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Auch im Jenseits des Binarismus, das sich seinem Diesseits entgegensetzt, scheinen wir uns, paradoxerweise, immer noch im Diesseits zu befinden, d.h. am Jenseits scheint sich das Diesseits zu zeigen. Es sei denn - denn am Jenseits kann sich nichts zeigen - das Diesseits ist sein Jenseits, das Unsagbare das Implement des Sagbaren.
(Christian Kupke, Diesseits und/oder jenseits des Binarismus? Einige Annotate zum Verhältnis von Sagbarem und Unsagbarem, in: Sagbar - Unsagbar. Philosophische, psychoanalytische und psychiatrische Grenzreflexionen, hg. v. M. Heinze, C. Kupke und I. Eckle, Berlin: Parodos 2006, S. 27-53, S. 29)

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Lehrsatz 27
published on 2012-01-11 23:58:11 by Jürgen Buchinger in deutsch.
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Lehrsatz 27. Wenn wir uns vorstellen, daß ein uns ähnliches Ding, für das wir noch keinen Affekt gehabt haben, in irgend einen Affekt versetzt wird, so werden wir schon allein dadurch in einen ähnlichen Affekt versetzt.
Beweis: Die Vorstellungsbilder der Dinge sind Affektionen des menschlichen Körpers, deren Ideen äußere Körper als uns gegenwärtig vergegenwärtigen, das heißt, deren Ideen die Natur unseres Körpers und zugleich die gegenwärtige Natur eines äußeren Körpers in sich schließen. Wenn also die Natur des äußeren Körpers der Natur unseres Körpers ähnlich ist, dann wird die Idee des äußeren Körpers, die wir uns vorstellen, eine Affektion unseres Körpers in sich schließen die der Affektion des äußeren Körpers ähnlich ist, und folglich wird, wenn wir uns vorstellen, daß jemand, der uns ähnlich ist, in einen Affekt versetzt sei, diese Vorstellung eine Affektion unsres Körpers ausdrücken, die diesem Affekt ähnlich i...
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Zeitmanagement
published on 2011-12-30 15:42:00 by in deutsch.
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Bevor das Semesterende kommt empfiehlt es sich einen Plan zu machen, wann man für all die Prüfungen lernt, wann man die Arbeiten schriebt und Recherchen macht, etc; damit sich das alles ausgeht und man seine Zeit nicht vergeudet. Das heißt zuerst natürlich einmal ToDo-Listen machen. Da die aber für eine gut gemanagte Zeit nicht reichen sollte man dann das Internet nach Tools zu Zeit- und/oder Projektmanagement durchsuchen, Bewertungen lesen, Funktionsumfänge erkunden (vielleicht auch noch ein paar Artikel zu dem Thema lesen, warum nicht?) und zwei bis drei Tools testen um das beste zu finden, in das man dann seine ToDo-Listen mit Zeitplan und so weiter eintragen kann.

Aja, und zuerst mal einen Blog-Eintrag darüber schreiben, sollen ja alle wissen, niemand will schließlich seine Zeit vergeuden.

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Lexikalische Inkongruität
published on 2011-11-17 00:15:38 by Jürgen Buchinger in deutsch.
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Ein Irrtum scheint umzugehen unter den Romanistik Studierenden, es scheint als wäre ihnen die Welt zunächst in Begriffe unterteilt, die dann in jeder einzelnen Sprache erst verschiedenen Wörtern zugeordnet würden. Ein Irrtum, der wohl auch auf der weiten Verbreitung von zweisprachigen Wörterbüchern beruht und darauf dass - zumindest in meiner Generation (Oh weh, dass ich das sagen kann!) - uns unsere Fremdsprachen noch auf Deutsch gelernt wurden.

Nun ist es einerseits zeitaufwendig eine Sprache von null auf ohne Zuhilfenahme einer Metasprache die man schon kann, zu erlernen, und andererseits vor allem bei romanischen Sprachen für uns meist durchaus zulässig Lexeme der Fremdsprache mittels Zuordnungen zu solchen der eigenen zu erlernen.

Gewisse Wortarten sind dabei unproblematischer als andere, vor al...
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Vom Sein
published on 2011-11-13 21:49:38 by Jürgen Buchinger in deutsch.
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VI. Alles, 'was ist', hat teil an dem, was Sein ist, um zu sein; an einem anderen aber hat es teil, um etwas zu sein. Und dadurch hat das, 'was ist', um zu sein, teil an dem, was Sein ist; es ist aber, um an irgendeinem anderen teilzuhaben.
(Boethius, De hebdomadibus)

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Lesen lernen
published on 2011-10-04 22:08:23 by Jürgen Buchinger in deutsch.
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Herbert Hrachovec über das Lesen von Jacques Derridas "Die Stimme und das Phänomen":


Also um das analytisch sauber zu machen müsste man zuerst Husserl lesen, dann müsste man Derrida lesen und halbwegs verstehen, dann müsste man fragen ob Derrida den Husserl verstanden hat, dann müsste man aus dem eigenen Verständnis von Derrida fragen, ob er nicht nur den Husserl verstanden hat sondern auch ob er erstens Recht hat indem was er über Husserl sagt und zweitens ob er Recht hat indem was er voraussetzt als seine eigenen Thesen die er dann gegen Husserl stellt.
(Herbert Hrachovec)

Ja, so machen wir das hier an der Uni, wenn wir ein Buch lesen.

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The Elusive Big Idea
published on 2011-08-25 00:25:34 by Jürgen Buchinger in deutsch.
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We have become information narcissists, so uninterested in anything outside ourselves and our friendship circles or in any tidbit we cannot share with those friends that if a Marx or a Nietzsche were suddenly to appear, blasting his ideas, no one would pay the slightest attention, certainly not the general media, which have learned to service our narcissism.
(nytimes.com)

A must-read for everyone in academics. A warm recommendation for everybody else.

The Elusive Big Idea (nytimes.com)

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ALL-OVER Call for papers
published on 2011-01-23 11:34:11 by Jürgen Buchinger in deutsch.
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ALL-OVER | Magazin für Kunst und Ästhetik startet den Call for papers!

Junge Wissenschaftler und insbesondere fortgeschrittene Studierende sind aufgerufen ab sofort Beiträge aus den Bereichen Kunstgeschichte, Bild- und Medienwissenschaften, Ästhetik und Philosophie einzureichen.

Näheres unter allover-magazin.com.

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Wissenschaftliches Arbeiten
published on 2011-01-01 17:47:41 by Jürgen Buchinger in deutsch.
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Um dir einen Eindruck zu verschaffen, wie deine Arbeit aufgebaut sein kann, stellen wir dir kurz ein Schema einer Erörterung vor. Dazu werden – immer ausgehend von der in der Einleitung formulierten spezifischen Fragestellung – zuerst die Pro-Argumente, anschließend die Contra-Argumente dargestellt. Zum Schluss erfolgt die Bewertung der vorgetragenen Argumente. Dieses These-Antithese-Synthese-Schema kann man auf viele Themen von Hausarbeiten anwenden und – je nach Einzelfall – auch anpassen, z. B. indem man einem Pro-Argumente im direkten Anschluss ein jeweils passendes Contra-Argument gegenüberstellt.
(igrom.com)

So sollen wir also wissenschaftliche Arbeiten schreiben. Muss auch wahnsinnig interessant sein für einen Dozenten 25 Arbeiten mit diesem "These-Antithese-Synthese-Schema" nacheinander zu lesen. Wobei natürlich bei jeder Arbeit die "Auseinandersetzung mit dem Thema der Hausarbeit in...
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