Ich war nicht wählen.
deutschpoliticswahlphilosophisches
Ein Satz, den man in letzter Zeit selten hört. Nicht wählen zu gehen ist ziemlich unpopulär geworden, wird man doch von allen Seiten beschworen, nur ja wählen zu gehen, sei es doch jemandes einziges Mitbestimmungsrecht und überhaupt, wer nicht wählen geht, stärkt die, welche er nicht will.
Aber ist es wirklich so? Um die zu stärken, die man nicht will, muss man doch zuerst einmal wissen, wen man überhaupt will. Dazu muss man sich informieren, ergo sich auch interessieren. Man muss sich also im klaren darüber sein, dass wählen mehr ist, als sein Kreuzerl machen. Wählen bedeutet, auszuwählen, wer denn der oder die Richtigen sind, uns zu vertreten. Was aber wenn man sich nicht interessiert – aus welchem Grund auch immer, Interesse, so können wir annehmen, ist nicht begründbar, so wie es nicht begründbar ist, warum man liebt – was also, interessiert man sich nicht?
Nun, in unserer Zeit scheint es, als müsse man sich interessieren, ob man will oder nich...
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